Aktuelles

Die Freundschaft ist RIESIG!

Im September sind wir im Rahmen des alljährlichen Schüleraustausches nach Ames geflogen. Seitdem sind ca. acht Monate vergangen…

Acht Monate, in denen wir unsere neuen Freunde vermissten.

Aufgeregt waren wir alle, als wir am Dienstagmorgen, den 18. Juni am Flughafen Düsseldorf zusammentrafen. So viele lachende Menschen, die es nicht mehr aushalten konnten, auf ihre Freunde zu treffen.

Und dann war es so weit. Die Koffer rollten, wir rannten und plötzlich war es laut. Lange Umarmungen. Denn die Amerikaner waren endlich da. Viele alte und auch neue Gesichter streiften unsere Augen.

Ab nach Hause, schnell umziehen und direkt weiter in die Schule zum gemeinsamen Frühstück. Wir zeigten den Amerikanern unsere Schule, die viel kleiner ist als die Ames High School. Als wir sie fragten, was sie denn von unserer Schule halten würden, war die Antwort der meisten „Eure Schule ist warm“ – und das stimmt. Lag jedoch am Wetter, mit dem wir übrigens den Sechser im Lotto gezogen hatten. 2 ½ Wochen strahlender Sonnenschein. Zumindest in Wülfrath.

Auf unserer einwöchigen Reise nach München wurden wir ab und zu ein „wenig“ nass. Aber was macht ein bisschen Regen schon, wenn man mit den allerbesten Freunden unterwegs ist. Auf dem Weg nach München haben wir Halt in Heidelberg gemacht. Heidelberg wurde im 12. Jahrhundert gegründet und ist somit älter als die Heimat unserer amerikanischen Freunde. Zudem besuchten wir auch das KZ Dachau. Gerade für die Amerikaner ist das echt überwältigend. Wir Deutsche fühlen da natürlich ähnlich. Aber das alles ist für Leute, die das aus ihrem eigenen Land nicht kennen natürlich „krass bewegend“, sagt Finja.

Oft haben wir uns auch im englischen Garten niedergelassen – das Schöne an der ganzen Sache war, dass man nie alleine war. Immer zusammen in der Gruppe. Schon nach kurzer Zeit waren wir alle richtig zusammengewachsen.

Unsere Freundschaft wurde jedoch durch den Aufenthalt in Wülfrath nochmal mehr gestärkt. Jeden Abend haben wir uns in anderen Gärten getroffen und waren eigentlich nur zum Schlafen zuhause. Anstrengend für unsere Eltern, die uns umherfuhren, aber sehr spaßig für uns. Es schien, als würden wir uns schon alle ewig kennen.

Auf unserem eintägigen Trip nach Köln sind wir den ganzen Tag zusammen durch die Stadt gelaufen. Mr. Reichart war begeistert von unserem Gruppengeist, als wir ihm berichteten, dass wir den Tag alle zusammen verbracht haben.

Trennen wollten wir uns nicht mehr. Die vielen Gruppenaktivitäten und die gemeinsamen Abende haben uns alle zusammengeschweißt.

Nach den 2 ½ Wochen, fällt das „Tschüss“ schwer. Tränen fließen und die Umarmungen sind länger als bei der Ankunft.

„Versprecht uns, dass ihr wiederkommt. Oder wir kommen nach Ames!“, heißt es immer und immer wieder.

Wir wissen nicht, wann wir unsere Freunde wiedersehen, denn uns kann niemand etwas versprechen. Aber wir sind uns sicher, dass das sicher nicht das letzte Mal sein wird. Die Welt ist groß, aber die Freundschaft RIESIG.

Julia Lopocz, EF